HISTORIE

𝖢𝗋ê𝗉𝖾𝗌

Was sind die Ursprünge, woher kommen diese leckeren Pfannkuchen ? Ursprünglich sind die Crêpes eine französisch-bretonische Spezialität, welche vor über 1000 Jahren seinen Ursprung hatte. Crêpes sind eine Weiterentwicklung der Galette, welche auch heute noch genauso in der Bretagne angeboten werden.

Die sog. “Galette de sarassin” waren ursprünglich das Grundnahrungsmittel der Bretonen. Eine Art Brotersatz. Das “sarazenische Korn” (grobes Buchweizenmehl) brachten die Kreuzfahrer aus Vorderasien nach Frankreich mit. Gebacken wurden diese Pfannkuchen auf einem heißen Stein dem sog.”jalet” oder galet”, darum auch der Name “Galettes”. Der Teig war kostengünstig und leicht aus grobem Buchweizenmehl, Wasser, Milch etwas Ei, Salz, Öl herzustellen. Es war früher ein ganz normales Essen der eher ärmeren Bevölkerung.

Belegt wurden Galettes mit allem was damals zur Verfügung stand, wie Rüben, Gemüse, Käse, Ei, Obst und wurde pikant und herzhaft mit verschiedenen Gewürzen zubereitet. Es gab sie auch süß mit gehackten Nüssen mit Honig, Früchten. Die Galettes wurden meist knusprig und etwas fester gebacken. Erst im Laufe der Jahrhunderte, als man dann das fein gemahlene Weizenmehl entwickelte, wurden aus den Galettes die Crêpes. Durch das feine Weizenmehl konnte der dünnere Crêpesteig dann auch dünner mit dem Crêpeseisen auf der heißen Platte verteilt werden. Es wurde dann auch mehr Milch und Ei dazugegeben und der heute bekannte weiche und “fluffige” Crêpesteig entstand.

Damals (ab ca. 1600 – 1700) konnten sich allerdings das teure feine Weizenmehl nur die Wohlhabenden leisten, darum war der eigentliche Crêpes eine Delikatesse der sogenannten “Upperclass” der damaligen Gesellschaft. Damals auch schon gerne süß in allen möglichen Variationen belegt, mit Zucker, Honig, geriebenen Pistazien, Nüssen und auch schon einer Art verdickter Kaokaocreme etc. etc.

Der Teig war leicht und einfach herzustellen und das Belegen war in zigtausendfachen Varianten möglich. Dies begünstigte den Siegeszug dieser Köstlichkeit über ganz Europa und später über die gesamte Welt.

Der Begriff Crêpes hat seinen Ursprung jedoch im Lateinischen, vom Begriff: “Crispus”, was so viel heißt wie “wellig”. Mit Verwendung des damals groben Buchweizenmehles wurden die Pfannkuchen außen herum nicht glatt, sondern “wellten” sich beim Backvorgang auf dem heissen Stein. Bei der späteren Übersetzung in´s Altfranzösiche wurde aus “crispus” dann “crêspe” Im Laufe der Zeit wanderte das mittige “s” an das Wortende und der Begriff “Crêpes” entstand.

Die dünnen Pfannkuchen hatten ihren Ursprung aber nicht nur in Frankreich, sondern auch im rumänisch-ungarischen und vorderasiatischen Raum. Hier gehen die Ursprünge 2000 Jahre zurück. Es wurde hier damals bereits Buchweizen angebaut, dem Grundmaterial dieser Pfannkuchen. Wer kennt nicht den heutigen, österreichischen Begriff “Palatschinken”. Dieser stammt eigentlich vom lateinischen Wort “placenta” = Kuchen ab. Aus “placenta” wurde das rumänische Wort “plâcinta”, und später das ungarische Wort “palacsinta”. Im österreichisch-deutschen Sprachraum wurde aus diesem Wort dann palatschinka, da man mit der slawischen Wortendung “sinta” wenig anfangen konnte.

So entstand im Lauf der Zeit der “Palatschinken”, welcher mit Schinken (Fleisch) so wenig zu tun hat, wie die Abstammung eines Eies von einem Rind.

Brauchtum  und Legenden zu den Crêpes

In Frankreich ist am 2.Februar im Jahr (wenn die Tage wieder länger werden) das Fest Chandeleur, die “fête des chandelles”, das Fest der Kerzen. Zur Chandeleur muss man seine Crêpes wenden, indem man in der rechten Hand die Pfanne oder den Crêpeswender mit dem Crêpes hält und in der Linken zugleich ein Goldstück (oder Geldstück). Wenn diese akrobatische Leistung gelingt, so hat man das ganze Jahr über Glück, so heißt es im Volksmund.

Die Crêpes sollen in der “dunklen” Jahreszeit (also in den Wintermonaten) durch die goldgelbe Farbe und der runden Form die Sonne symbolisieren, wenn die Tage des Winters langsam zu Ende gehen und sich der ersehnte Frühling ankündigt.

Am Mardi-Gras (wörtlich “fetter Dienstag”) dem letzten Karnevalstag in Frankreich, verkleiden sich die Kinder und dabei dürfen beim Essen die leckeren Crêpes auf keinen Fall fehlen.

Früher mussten die bretonischen Bräute Ihre Heiratsfähigkeit mit der Zubereitung von guten Crêpes unter Beweis stellen.